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``…**##…..£££…==???!!4 Juni…???!!!££…***##==……``

So. Ich dachte nun wird es endlich wieder mal Zeit für das letzte Massenmail. Das vorherige liegt nun schon zwei Monate zurück…
Nun weiss ich endlich wann ich wieder nach Hause komme. Am 5 Juni…Ich schaue dem Ganzen mit gemischten Gefühlen entgegen. Aber das ist normal. Ich freue mich total, dann endlich nach 11 Monaten euch alle endlich wieder zu sehen!
Die Zeit vergeht wie im Flug! Erst vor kurzer Zeit habe ich mit meinen Freundinnen darüber geredet, dass es nur noch drei Monate geht und nun geht es einfach nur noch einen Monat!! Unglaublich!
Also im Februar: kamen Carlos und Gabriela nach Santa Cruz! Sie machten eine Reise durch Teile Südamerikas und da die Mutter von Carlos in Santa Cruz wohnt kamen sie hier hin! Ich habe mich total gefreut! Es war für mich noch speziell, dass jemand aus der Schweiz hier war! Einen Sonntag gingen wir alle zusammen, also auch alle Geschwister von Carlos, in den Park Güembe. Das ist eine riesen Anlage mit einem See wo man Kanu fahren kann, einem Schmetterlingshaus, verschiedenen Pools und man konnte sogar reiten! Hat mich total gefreut, als ich nach so langer Zeit endlich wieder mal auf einem Pferd sassJ
Ich glaube so ca. zwei Wochen waren sie hier und dann reisten sie weiter nach Brasilien.
Bei mir ging unterdessen das Leben hier wieder weiter. Ich konnte das erste Mal an eine Babyshower gehen. Das machen die Leute hier, bevor ein Kind zur Welt kommt. Das ist einfach ein Nachmittag oder Abend und man sitzt dann zusammen und erzählt einander ein bisschen wie es war als man schwanger war. Ich fühlte mich dann irgendwie ein bisschen fehlt am Platz, weil ich zum Glück noch keine Mutter binJ Aber es war trotzdem schön. Der Garten war mit blauen Tüchern geschmückt, weil es ein Junge werden wird. Die werdende Mutter bekam dann lauter Geschenke für sie und das Baby.
Übrigens: das Kind ist vor zwei Wochen auf die Welt gekommen und es ist ein Junge namens Santiago.
Ja und dann am 19. März war der Tag des Vaters. In den bolivianischen Schulen wird einfach alles gefeiert, was man feiern kann. Tag des Vaters, der Mutter, des Kindes, des Meeres… ALLES!
Der Abend verlief aber echt gut und wir hatten alle unseren Spass. Meine Klasse war für das Essen zuständig und somit machten ich und meine Freundinnen noch Schokolade, ein kleines Geschenk für die Väter. Es gab dann eine riesen Show, wo getanzt, gesungen und Instrumente gespielt wurden. Auch mein Gastvater nahm sich die Zeit und kam zu meiner Schule. Das hat mich unglaublich gefreut!
Ach ja ich bin nun nicht mehr die einzige Austauschschülerin in meiner Schule. Steffen ist aus Deutschland. Er ist auch mit mir angekommen, aber ihm gefiel seine Schule überhaupt nicht. Und da ich die ganze Zeit von meiner Schule geschwärmt habe, ist er nun in meiner Klasse. Anfangs war es ein bisschen Gewöhnungsbedürftig, aber jetzt find ich es total ok…
Ja und dann kamen auch schon die Ostern! Eine der Neunen von AFS namens Katharina lud mich ein, um mit ihr und ihren Eltern an einen Ort in der Nähe von SC zu fahren. Der Ort heisst Las Lagunas. Es hatte einen riesen Pool und neben den Cabanas (kleine Häuser), wo wir wohnten einen See. Echt schön! Wirklich viel haben wir nicht gemacht. Wir verbrachten die vier Tage schmorend am PoolJ Es war total heiss! Immer so um die 35 Grad! Abends gab es teilweise Partys oder Karaoke.
Das Ganze kam mir nicht wie Ostern vor. Als ich dann am Sonntagabend nach Hause kam erzählten mir meine Brüder, dass sie schon Ostereier versteckt hätten und so, aber das hatte ich nun leider verpasst.
Ich habe es aber genossen diese Kurzferien. Für mich war es auch noch speziell mit einer anderen Austauschschülerin wegzugehen. Also einfach mehr zu sehen, dass sie sich auch noch nicht ausdrücken kann und das hat mich dann natürlich total an meinen Anfang erinnert. Ich meine das war teilweise so doof, wenn alle lachten und ich hatte einfach keine Ahnung wieso. Und so ging es eben Kathi nun auch!
Ah und nun nehme ich nochmals Spaniscklassen. Zwei mal in der Woche mit einer Deutschen die ich hier kennen gelernt habe. Ich wollte das machen, weil ich einfach der Meinung bin, dass ich immer noch Schwierigkeiten habe in der Vergangenheit zu sprechen, oder im Algemeinen zu schreiben.
Salar de Uyuni
Wow! Das war eine wunderschöne Reise!  Am 27 April ging es los. Mit dem Bus bis nach Cochabamba. Leider gab es Streike und somit verbrachten den ganzen Montag auf dem Terminal de Buses. Abends um 20.00 Uhr wurde die Sperre endlich aufgelöst und die Reise konnte weiter nach Oruro gehen. Mitten in der Nacht kamen wir an und wechselten nur schnell den Bus, denn die anderen AFS- ler waren schon seit einer Weile weitergereist nach Uyuni.
Dienstagmorgen früh kamen wir endlich an und trafen den Rest der Gruppe. Alle AustauschschülerInnen aus ganz Bolivien. So um die 90 Personen. Und dann ging die Reise los. Erstmal besuchten wir das ’’Cementerio de Tren’’ (Zugfriedhof). Da hatten wir Zeit einige Fotos zu knipsen und dann ging es auch schon weiter. Wir waren in 6- er Gruppen eingeteilt und alle hatten einen eigenen Jeep.
Nach einer Weile fahren kamen wir endlich auf den Salar.  Noch ein paar Daten dazu: Der Salar de Uyuni ist einer der grössten Salzseen der Welt! (160 km lang und 135 km breit) An einigen Orten ist das Salz bis zu 12 Meter tief! Im Dezember bis Februar ist Regenzeit und somit ist der Salar mit Wasser überschwemmt.
Der Salar ist einfach unglaublich! Überall weiss! Weit weg sah man einige Berge… Wir hatten da auch wieder Zeit Fotos zu machen und dann besuchten wir noch das Hotel Playa Blanca. Das Hotel ist alles aus Salz! Stühle, Tische, Betten sogar die Uhr!
In der Mitte des Tages kamen wir an der ’’Isla Pescada’’ an. Den Namen Fischinsel verdankt sie ihrer Form, die an einen Fisch erinnert.
Da gab es das Mittagessen und wir hatten Zeit, auf eigene Fuss, die Insel zu erkundigen. Da gab es Kaktusse die bis zu drei Mal meine Körperlänge hatten!
Danach machten wir uns auf den Weg zu einem kleinen Dörfchen namens San Juan, wo wir auch die Nacht verbrachten!
Am nächsten Morgen kamen wir in die Nähe der Chilenischen Grenze, wo sich der Vulkan ’’Ollague’’ befindet. Wir machten einen Rast auf uralter Lava und von da aus sah man auch von weitem der Rauch der aus dem Vulkan raus kam…
Später besuchten wir einen wunderschönen See. Das Wasser war schön blau und im Wasser badeten sich Flamingos.
Nach einer langen Fahrt durch verschiedene Gebiete kamen wir auf eine riesen Fläche die mir Wüstenhaft erschien. Auf einmal tauchte der berühmte ’’Arbol de Piedra’’ (Baum aus Stein) auf. Da mussten natürlich auch wieder Fotos gemacht werden, aber es war sooo kalt!
Somit ging es dann auch schon dem Ende des Tages entgegen.  Vor dem Eintritt in den Parque Nacional sahen wir noch die Laguna Colorada! An einigen Stellen war das Wir hatten so -20 Grad! Leider ging es mit genau der Abend total schlecht. Ich hatte unheimliche Kopfschmerzen und musste erbrechen…
Donnerstag um 5 Uhr ging es dann auch schon weiter zu den Geysiren. Es roch ziemlich hässlich. In Löchern blubberte es vor sich hin und Rauch kam raus.
Weiter ging es zu den ’’Aqua Termales’’. Das war auch wieder ein See, nur mit dem Unterschied, dass man da baden konnte! Das Wasser war richtig war. Da ich leider immer noch nicht ganz gesund war ging ich nicht baden…
Auf dem Rückweg Richtung Uyuni kamen wir noch an der ’’Laguna Celeste’’ vorbei. So schön die Farbe! Aber wir hielten uns nicht lange da auf, denn es war sehr kalt!
Ja und dann abends kamen wir wieder in Uyuni an. Es gab noch eine kleine Orientation für die Neuankömmlinge und dann nahmen wir auch schon den Heimweg in Angriff.
In Oruro wurde einer meiner Freundinnen noch ihr Rucksack geklaut, aber sonst kamen wir Samstag Morgenfrüh wieder gut in Santa Cruz an… Alle waren froh, endlich wieder zuhause zu seinJ
Ja das war’s wieder mal.  Jetzt geniesse ich meinen letzten Monat hier noch und dann sehen wir uns ja schon bald wieder! Ich wollte euch noch sagen:
Vielen Dank an alle die mir immer wieder Mails geschickt haben! Ich habe mich immer sehr gefreut etwas aus der Schweiz zu hören…
Besos  y Saludos de Santa Cruz
Nina
7.5.08 18:34


Vier Monate und dann bin ich wieder zuhause

Wie der Titel schon sagt werde ich in vier Monaten wieder in der Schweiz sein. In der ersten Woche im Juni geht mein Flug wieder nach HauseJ
Nun hat endlich wieder die Schule wieder angefangen! Ich hatte jetzt soooo lange Ferien… Ich Januar unternahm ich aber noch eine Reise. Ich reiste mit vier anderen Austauschschülerinnen aus der Schweiz und Belgien zu den Chiquitania und Missionenkirchen. Wir machten eine Rundreise durch diese Missionsdörfer die 1990 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
In jedem diesen Dörfchen hat es eine wunderschön verzierte Kirche. Aber nicht so wie wir sie kennen… Der Rost ist aus Holz und vor der Kirchen hat es riesige Holzstämme. Die Front der Kirche ist weiss mit orange/ brauen Bemalungen.
Leider wurde wir in diesen vier Tagen voll verschifft… Aber wir konnten es trotzdem geniessenJ
Oh und der Carnaval… Das war so cool! Es ging von Samstagabend bis Dienstag. Einfach ein riesen Fest! Samstags war der Corso. Das heisst man konnte an den Strassenrand stehen und dann gab es einen Umzug der Comparsas. Ähnlich wie in der Schweiz. Eine Comparsa (Gruppe) nach der anderen tanzte. Abends um elf Uhr kam dann die Carnaval Königin. Die hatte ein wunderschönes Kleid an und stand hoch oben auf einem Wagen!
Sonntags ging ich mit meiner Freundin Valerie zu meinen Grosseltern. Die wohnen nämlich im Zentrum von Santa Cruz und da ging die Party erst richtig los. Die ganzen Strassen waren überfüllt mit Leuten. Die meisten waren in einer Comparsa. Das heisst sie hatten dann alle den gleichen Kittel an. Jede Comparsa hatte eine Garage und ihre eigene Band. Der Carnaval hier in Santa Cruz ist einfach ein grosses Fest. Man wird ständig mit Wasserballonen beworfen und angemalt. Ich war von Kopf bis Fuss farbigJ Man konnte sich auch noch so Schaumflaschen kaufen, um die Leute anzusprayen… War wirklich einfach super! Was aber krass ist, das soo viel getrunken wurde! Abends um sieben taumelte der grösste Teil der Leute nur noch… Und auch dieses Jahr gab es wieder Schlägereien und ein Mann liegt jetzt im Koma! Montag und Dienstag blieben wir dann aber zuhause, weil wir endlich wieder mal schlafen wolltenJ

 

Über was ich schon lange schreiben wollte sind die Traditionen:

 

Weihnachten:
Weihnachten feiert man normalerweise immer mit seiner ganzen Familie. Tanten, Önkel, Grosseltern… Aber das kommt natürlich ganz auf die Familie drauf an…
Man trifft sich dann am 24 Dezember und nimmt noch einen Aperitif vor 12 Uhr. Um 12 Uhr stosst man zusammen an und wünscht sich schöne Weihnachten.

 

Neujahr:
Neujahr ist hier ein rieesen FestJ Sobald es 12 geschlagen hat umarmt man sich zuerst mal und dann wird, wie auch in der Schweiz angestossen. Dann werden zwölf Trauben gegessen. Für jede Traube die man isst kann man sich für jeden Monat etwas wünschen.

 

Für die Leute die im neuen Jahr gerne reisen möchten die rennen mit einem Rucksack einige Runden. Das soll einem Glück bringenJ Es war noch lustig, denn man sah immer wieder irgendwen mit einem Rucksack durchs Dorf rennen.

 

Also dann gibt es noch mehr:
Wenn du für das neue Jahr Liebe möchtest, dann kaufst du dir rote Unterwäsche
Wenn du aber lieber Geld hast, dann kaufst du dir gelbe Unterwäsche

 

Einige Leute kaufen sich einen kleinen Man. Der ist ca. 15 cm hoch. Das Männlein hat dann alles in seinem Rucksack, aber in Miniaturform. (Essen, Geld, Kleider&hellip

 

Sowieso ist es so: Wenn du für das ganze Jahr genug Geld haben willst ’’musst’’ du Geld bei dir haben, wenn du in das neue Jahr rutschst…

 

Hochzeiten:
Tradition hier in Bolivien ist, dass man abends heiratet. (Weiss aber nicht warum)
Und dazu kommt, wenn man frisch verheiratet ist muss das Brautpaar sieben verschiedene Kirchen besuchen.
In La Paz ist noch Tradition, dass man die amerikanische Brücke zusammen überschreitet…

 

Ich finde das total spannend und wollte das euch einfach mal erzählenJ

 

Also gaaanz liebe Grüsse aus Santa Cruz und bis bald!
NINA
Vergesst die Fotos nicht unter:
http://norinamueller.medion-fotoalbum.de

 

Und mein Blog: (der gleiche Text wie ihr hier habt)
http://norinamueller,myblog.de
15.2.08 21:47


!!!Schon mehr als die Hälfte!!!

So… Nun habe ich wieder unheimlich viel erlebt und viel zu erzählen:
Am 1. Dezember ging ich mit einer anderen Austauschschülerin namens Valerie an das Daddy Yankee Konzert. Warscheindlich kennt ihr den Sänger nicht, aber hier in Bolivien ist er sehr berühmt. Ich muss ganz ehrlich zugegeben, dass ich vorher auch noch nie von ihm gehört hatte, aber ganz Santa Cruz sprach schon vor langer Zeit von diesem Konzert, also musste ich fast gehenJ
Als Valerie und ich um 18 Uhr bei der Konzerthalle ankamen war alles schon überfüllt. Schlangen bis auf die Strasse. Also blieb uns nicht anderes übrig als uns anzustellen. Schlussendlich hat sich die Warterei aber gelohnt und wir hatten richtig Spass!
Ja da ich Ferien hatte und momentan nicht reisen konnte wurde mir schnell langweiligJ Ich und die andere Schweizerin Lea schneideten und färbten meine Haare und liessen uns pircen. Ich habe mir ein Nasenpircing gemacht und sie ein BauchpircingJ Überhaupt machen sich sehr viele Austauschschüler Pircings. Die Leute im Pircingladen kennen uns schon langsam, weil wir immer wieder vorbei kommenJ
Ja und dann wurde es schon Weihnachten….
Überall in der Stadt Lichterketten. Wunderschön! Auch unser Haus hatten ich und meine Familie sehr schön geschmückt und das ganze Haus glitzerte.
Ich hatte grosse Angst vor den Weihnachten, weil ich dachte, dass ich meine grosse Krise bekommen werde, aber ich hatte Glück. Alles lief gut.
Am späten Nachmittag fragte mich meine Mutter ob ich nicht mit ihr mitgehen will. Sie hatte mit ihrer Schwester und ihrer Mutter geplant, dass sie zusammen kochen und dann das Essen den armen Leuten bringen. Ich fand das eine sehr gute Idee und wollte gerne helfen. Also machten wir uns abends mit dem Kofferraum voller Essen und Trinken auf den Weg. Bei der ersten Kreuzung hielten wir an und stiegen aus. Machten den Kofferraum auf und von allen Seiten stürmten Kinder und Erwachsene her! Das war unglaublich! Die haben uns das Essen fast aus den Händen gerissen! Meine Mutter rief mir zu, dass ich ins Auto rein soll und wir fuhren davon. Also ich hatte einen rechten Schrecken bekommen. Ich sagte meiner Mutter, dass wir besser an Orten halten wo es nicht so viele Leute hätte. Das machten wir dann auch. Und das war viel besser. Wir hielten unser Auto am Strassenrand und ein Kind nach dem anderen kam vorbei.
Aber das ganze hat mich sehr berührt. Weil unter den Kindern waren solche die erst drei oder 4 Jahre alt sind. Und mir wurde wieder mal bewusst, dass ich so froh sein kann, dass ich ein Haus habe zu dem ich jeden Abend zurückkommen kann. Dass ich immer etwas zu Essen habe. Für uns ist das alles selbstverständlich, aber es gibt so viele Leute hier die einfach nichts haben! Jugendliche die bis spät abends auf der Strasse stehen und jonglieren. Kinder die Bierflaschen sammeln und durch das Depot ein bisschen Geld gewinnen. Erwachsene die auf der Strasse sitzen und betteln… Die Armut ist unheimlich gross!
                                                                                                                                      
Später als es war dann mittlerweile schon 23 Uhr machten wir uns auf dem Weg zu meinem Onkel väterlicher Seite um bei ihm und seiner Familie Weihnachten zu feiern. Zuerst sassen wir alle zusammen und unterhielten uns. Wartend bis es endlich 12 Uhr wurdeJ
Um 12 Uhr wurde angestossen und alle umarmten sich und wünschten sich alles Gute zu Weihnachten. Das war ein sehr schöner Moment, weil ich mich einfach wohl fühlte. Mein Bruder nahm mich in seine Arme und sagte mir: ’’Yo te quiero Nina!!’’. Und das hat mir einfach so viel bedeutet. Meine Mutter umarmte mich und sagte mir, dass sie sehr froh wie nun endlich eine Tochter zu haben. Und sie dankte mir, dass ich ihr zeige Sachen von anderen Seiten anzuschauen. Das waren einfach sehr berührende Momente…
Danach wurde gegessen. Mittlerweile war es schon 1 Uhr und man hatte eigentlich kein Hunger mehr, also ich zumindestJ
Nachts um 4 Uhr waren wir dann wieder glücklich und wohlbehalten zuhause.
Einige Tage später schlug mir meine Mutter vor ob ich nicht Silvester in La Paz bei meinen Cousinen verbringen will. Ich war natürlich ganz begeistert und rief sofort Mama und Papa in der Schweiz an. Die mussten dann so schnell wie möglich ein Mail an AFS schreiben, dass ich reisen konnte.
Ja innerhalb eines Tages hatte ich dann mein ’’Permiso’’ und freitagsabens war ich schon auf dem Weg nach La Paz. Ganz aufgeregt, denn es war meine erste lange Reise die ich alleine unternahm. Ich schlief aber schnell ein, denn ich war unheimlich müde von all den Festtagen. Um 22 Uhr wurde ich aber von zwei Knällen aufgeweckt. Ich total verschlafen und habe überhaupt nicht gescheckt was gerade passiert. Ich drehte mich um und dann fehlte das Fenster an meiner linken Seite! Ich konnte es nicht fassen! Und prompt fing es auch noch an zu regnen. Also waren wir (ich und meine Nachbarin) ohne Fenster. Und weiter vorne im Bus fehlte nochmals ein Fenster!!!! Wir fuhren einfach weiter und niemand informierte uns was passieren wird. Nach einer Stunde hielten wir dann an und einige Männer klebten Plastikbänder an die beiden Fenster. Na super! Nun war es noch kälter, aber was wollten wir machen? Schliesslich war es schon spät in der Nacht. Blieb uns nichts anderes übrig als zu schlafen.
Ach ja was ich noch sagen wollte: in den zwei Wochen in denen ich in La Paz war wohnte ich bei der Schwester meines Vater, ihrem Mann und ihren beiden Töchtern Daniella und Ximena. Beide 20 Jahre alt (sie sind Zwillinge)
Früh nachmittags kam ich dann in La Paz an und war froh, dass doch noch alles gut verlaufen ist.
Bei meinen Cousinen angekommen überraschten sie mich mit der Idee über Silvester nach Coroico zu fahren. Das ist ein kleines Dörfchen drei Stunden Busfahrt von La Paz entfernt. Obwohl es eine sehr kurze Entfernung zu La Paz ist liegt Coroico in einem tropischen Klima. Immer so zwischen 20 bis 30 Grad, obwohl es dann abends ziemlich abkühlt. Coroico befindet sich 1750 M.ü.M und hat ca. 3500 Einwohner.
Ich fand das eine tolle Idee und somit sass ich fünf Stunden später schon wieder im Bus.
In Coroico angekommen mussten wir zuerst mal unser Hotel suchen und dann erkundigten wir das Dörfchen. Es wimmelte von Touristen und überall hörte man Deutsch, Englisch und SpanischJ
Das Dorf lebt von Tourismus. Rund um die Plaza hat es überall Läden mir Souvenirs. Eingeborene sieht man fast nicht.
Ich müde von dem vielen reisen wollte dann bald wieder ins Hotel um dann am nächsten Tag fit zu sein.
Wir besuchten die Cascadas (Wasserfälle) die ganz in der Nähe sind. Das war wunderschön. Es hat dort drei Wasserfälle, obwohl der letzte der wirklich sehenswürdige istJ Der ist riesig und um da hin zu kommen muss man noch ein bisschen durch den Wald laufen. Wirklich sehenswert!! Wir machten auf jeden Fall 1000 Fotos.
Abends verbrachten wir auf der Plaza. Denn alles spielte sich auf der Plaza ab. Es hatte Musik, es wurde getanzt und getrunken.
Ja und dann war schon Montag und somit der letzte Tag im 2007. Der Freund meiner einen Cousine namens Xime kam an und somit verbrachten wir den Tag mit ihm und seinen Freunden. Abends kehrten wir dann aber nochmals ins Hotel zurück um uns schick zu machen.
Und wieder ging es ab auf die Plaza. Alle waren dort. Und alle kannten alle. Ja nicht ganz, aber immer sagte wieder jemand halloJ Und dann schlug es schon 12 und wir waren im 2008!!
Ach ja: ich bin ein bisschen spät, aber allen denen ich das noch nicht gesagt habe: alles Gute zum Neuen Jahr! Viel Liebe, Glück, Gesundheit und einfach alles um glücklich zu sein!
Die Nacht verging unheimlich schnell! Wir tanzten die ganze Nacht und redeten und hatten einfach unheimlich Spass. Wir waren bis morgens um 9 Uhr auf der Plaza Ich schlief keine MinuteJ
Mittags kamen dann die Eltern meiner Cousinen um uns abzuholen. Nach gemeinsamen Mittagsessen ging es dann wieder zurück nach La Paz.
Ja die nächsten Wochen verbrachte ich die ganze Zeit mit meinen Cousinen. Die beiden zeigten mir La Paz, wir besuchten Museen, gingen zum ’’Valle de la Luna’’ und wir guckten jeden Abend einen Film. Es war einfach eine wunderschöne Zeit! Ich hatte unheimlich viel Spass und war einfach sehr glücklich!!
Ach ja: unterdessen ging meine Kamera kaputt. Sie viel mir zwei Mal runter und das dritte Mal wurde der Bildschirm zerstört, also musste ich mir eine Neue kaufen. Auch nicht sooo schlimm, aber doch ärgerlich. Ich habe mir nun eine neue Kamera gekauft. Die genau gleiche, aber in BlauJ Noch was: Also hier bekommt man einfach alles viel billiger. Wenn irgendjemand irgendetwas will, dann meldet euch bei mir und ich werde sehen ob ich etwas finden kannJ
Was mir hier einfach immer wieder auffällt ist wie herzlich die Leute sind. Der Onkel kannte mich erst eine Woche, aber stellte mich schon als seine Tochter vor und die Zwillinge sagten mir, dass sie sich schon immer eine jüngere Schwester gewünscht haben und endlich haben sie eine. Das ist einfach wunderschön, dass ich das alles erleben kann. Es ist unglaublich…
Der Abschied viel mir deshalb auch umso schwerer als ich letzten Samstag wieder nach Santa Cruz zurückkehrte. Weil ich weiss nicht, wann ich diese Leute das nächste Mal wieder sehen werde… Aber sicher ist, dass ich sie nie vergessen werde…
Es war aber auch schön wieder zuhause zu sein. Meine Familie, die bekannte Umgebung… Zuhause… Ich starb zwar fast, weil es so warm war und ich nun zwei Wochen in der Kälte geschlottert habe, aber ja es war auch schön wieder in kurzen Hosen rum zu laufenJ
Montagmorgens stand ich dann aber trotzdem schon wieder früh auf, weil eine der Schweizerinnen die schon ein halbes Jahr länger hier war nach Hause flug. Also trafen wir uns auf dem Flughafen. Mittlerweile mag ich Flughäfen nicht mehr! Es war nun das dritte Mal, dass ich mich von Personen die ich lieb gewonnen habe verabschieden musste…
Und ich dachte einfach: Wow! Jetzt geht es nur noch fünf Monate und dann werde ich diejenige sein die hier heulend auf dem Flughafen steht… Schon unglaublich…
Ja und in zwei Wochen sind meine Ferien schon vorbei und die Schule fängt wieder an. Leider steht der Schulwechsel immer noch zur Diskussion und ich bin nicht sicher, ob ich auf meiner Schule bleiben kann…
Aber zuerst steht nun schon bald der Carnaval vor der Türe und das wir ganz sicher ein unvergessliches Erlebnis…
Eigentlich hätte ich noch viel mehr zu erzählen, aber mein Mail ist schon soooo lange. Ich melde mich bald wieder, denn ich habe noch einige interessante Sachen über die bolivianische Kultur erfahren…
Also dann schicke ich euch ganz viele liebe, sonnige Grüsse aus Santa Cruz machts gut und passt auf euch auf!!
Euere Norina
P.S. Vergesst meine Webseiten nicht:
http://norina-mueller.medion-fotoalbum.de

 


 

17.1.08 17:19


!!!Schon mehr als die Hälfte!!!

So… Nun habe ich wieder unheimlich viel erlebt und viel zu erzählen:
Am 1. Dezember ging ich mit einer anderen Austauschschülerin namens Valerie an das Daddy Yankee Konzert. Warscheindlich kennt ihr den Sänger nicht, aber hier in Bolivien ist er sehr berühmt. Ich muss ganz ehrlich zugegeben, dass ich vorher auch noch nie von ihm gehört hatte, aber ganz Santa Cruz sprach schon vor langer Zeit von diesem Konzert, also musste ich fast gehenJ
Als Valerie und ich um 18 Uhr bei der Konzerthalle ankamen war alles schon überfüllt. Schlangen bis auf die Strasse. Also blieb uns nicht anderes übrig als uns anzustellen. Schlussendlich hat sich die Warterei aber gelohnt und wir hatten richtig Spass!
Ja da ich Ferien hatte und momentan nicht reisen konnte wurde mir schnell langweiligJ Ich und die andere Schweizerin Lea schneideten und färbten meine Haare und liessen uns pircen. Ich habe mir ein Nasenpircing gemacht und sie ein BauchpircingJ Überhaupt machen sich sehr viele Austauschschüler Pircings. Die Leute im Pircingladen kennen uns schon langsam, weil wir immer wieder vorbei kommenJ
Ja und dann wurde es schon Weihnachten….
Überall in der Stadt Lichterketten. Wunderschön! Auch unser Haus hatten ich und meine Familie sehr schön geschmückt und das ganze Haus glitzerte.
Ich hatte grosse Angst vor den Weihnachten, weil ich dachte, dass ich meine grosse Krise bekommen werde, aber ich hatte Glück. Alles lief gut.
Am späten Nachmittag fragte mich meine Mutter ob ich nicht mit ihr mitgehen will. Sie hatte mit ihrer Schwester und ihrer Mutter geplant, dass sie zusammen kochen und dann das Essen den armen Leuten bringen. Ich fand das eine sehr gute Idee und wollte gerne helfen. Also machten wir uns abends mit dem Kofferraum voller Essen und Trinken auf den Weg. Bei der ersten Kreuzung hielten wir an und stiegen aus. Machten den Kofferraum auf und von allen Seiten stürmten Kinder und Erwachsene her! Das war unglaublich! Die haben uns das Essen fast aus den Händen gerissen! Meine Mutter rief mir zu, dass ich ins Auto rein soll und wir fuhren davon. Also ich hatte einen rechten Schrecken bekommen. Ich sagte meiner Mutter, dass wir besser an Orten halten wo es nicht so viele Leute hätte. Das machten wir dann auch. Und das war viel besser. Wir hielten unser Auto am Strassenrand und ein Kind nach dem anderen kam vorbei.
Aber das ganze hat mich sehr berührt. Weil unter den Kindern waren solche die erst drei oder 4 Jahre alt sind. Und mir wurde wieder mal bewusst, dass ich so froh sein kann, dass ich ein Haus habe zu dem ich jeden Abend zurückkommen kann. Dass ich immer etwas zu Essen habe. Für uns ist das alles selbstverständlich, aber es gibt so viele Leute hier die einfach nichts haben! Jugendliche die bis spät abends auf der Strasse stehen und jonglieren. Kinder die Bierflaschen sammeln und durch das Depot ein bisschen Geld gewinnen. Erwachsene die auf der Strasse sitzen und betteln… Die Armut ist unheimlich gross!
                                                                                                                                      
Später als es war dann mittlerweile schon 23 Uhr machten wir uns auf dem Weg zu meinem Onkel väterlicher Seite um bei ihm und seiner Familie Weihnachten zu feiern. Zuerst sassen wir alle zusammen und unterhielten uns. Wartend bis es endlich 12 Uhr wurdeJ
Um 12 Uhr wurde angestossen und alle umarmten sich und wünschten sich alles Gute zu Weihnachten. Das war ein sehr schöner Moment, weil ich mich einfach wohl fühlte. Mein Bruder nahm mich in seine Arme und sagte mir: ’’Yo te quiero Nina!!’’. Und das hat mir einfach so viel bedeutet. Meine Mutter umarmte mich und sagte mir, dass sie sehr froh wie nun endlich eine Tochter zu haben. Und sie dankte mir, dass ich ihr zeige Sachen von anderen Seiten anzuschauen. Das waren einfach sehr berührende Momente…
Danach wurde gegessen. Mittlerweile war es schon 1 Uhr und man hatte eigentlich kein Hunger mehr, also ich zumindestJ
Nachts um 4 Uhr waren wir dann wieder glücklich und wohlbehalten zuhause.
Einige Tage später schlug mir meine Mutter vor ob ich nicht Silvester in La Paz bei meinen Cousinen verbringen will. Ich war natürlich ganz begeistert und rief sofort Mama und Papa in der Schweiz an. Die mussten dann so schnell wie möglich ein Mail an AFS schreiben, dass ich reisen konnte.
Ja innerhalb eines Tages hatte ich dann mein ’’Permiso’’ und freitagsabens war ich schon auf dem Weg nach La Paz. Ganz aufgeregt, denn es war meine erste lange Reise die ich alleine unternahm. Ich schlief aber schnell ein, denn ich war unheimlich müde von all den Festtagen. Um 22 Uhr wurde ich aber von zwei Knällen aufgeweckt. Ich total verschlafen und habe überhaupt nicht gescheckt was gerade passiert. Ich drehte mich um und dann fehlte das Fenster an meiner linken Seite! Ich konnte es nicht fassen! Und prompt fing es auch noch an zu regnen. Also waren wir (ich und meine Nachbarin) ohne Fenster. Und weiter vorne im Bus fehlte nochmals ein Fenster!!!! Wir fuhren einfach weiter und niemand informierte uns was passieren wird. Nach einer Stunde hielten wir dann an und einige Männer klebten Plastikbänder an die beiden Fenster. Na super! Nun war es noch kälter, aber was wollten wir machen? Schliesslich war es schon spät in der Nacht. Blieb uns nichts anderes übrig als zu schlafen.
Ach ja was ich noch sagen wollte: in den zwei Wochen in denen ich in La Paz war wohnte ich bei der Schwester meines Vater, ihrem Mann und ihren beiden Töchtern Daniella und Ximena. Beide 20 Jahre alt (sie sind Zwillinge)
Früh nachmittags kam ich dann in La Paz an und war froh, dass doch noch alles gut verlaufen ist.
Bei meinen Cousinen angekommen überraschten sie mich mit der Idee über Silvester nach Coroico zu fahren. Das ist ein kleines Dörfchen drei Stunden Busfahrt von La Paz entfernt. Obwohl es eine sehr kurze Entfernung zu La Paz ist liegt Coroico in einem tropischen Klima. Immer so zwischen 20 bis 30 Grad, obwohl es dann abends ziemlich abkühlt. Coroico befindet sich 1750 M.ü.M und hat ca. 3500 Einwohner.
Ich fand das eine tolle Idee und somit sass ich fünf Stunden später schon wieder im Bus.
In Coroico angekommen mussten wir zuerst mal unser Hotel suchen und dann erkundigten wir das Dörfchen. Es wimmelte von Touristen und überall hörte man Deutsch, Englisch und SpanischJ
Das Dorf lebt von Tourismus. Rund um die Plaza hat es überall Läden mir Souvenirs. Eingeborene sieht man fast nicht.
Ich müde von dem vielen reisen wollte dann bald wieder ins Hotel um dann am nächsten Tag fit zu sein.
Wir besuchten die Cascadas (Wasserfälle) die ganz in der Nähe sind. Das war wunderschön. Es hat dort drei Wasserfälle, obwohl der letzte der wirklich sehenswürdige istJ Der ist riesig und um da hin zu kommen muss man noch ein bisschen durch den Wald laufen. Wirklich sehenswert!! Wir machten auf jeden Fall 1000 Fotos.
Abends verbrachten wir auf der Plaza. Denn alles spielte sich auf der Plaza ab. Es hatte Musik, es wurde getanzt und getrunken.
Ja und dann war schon Montag und somit der letzte Tag im 2007. Der Freund meiner einen Cousine namens Xime kam an und somit verbrachten wir den Tag mit ihm und seinen Freunden. Abends kehrten wir dann aber nochmals ins Hotel zurück um uns schick zu machen.
Und wieder ging es ab auf die Plaza. Alle waren dort. Und alle kannten alle. Ja nicht ganz, aber immer sagte wieder jemand halloJ Und dann schlug es schon 12 und wir waren im 2008!!
Ach ja: ich bin ein bisschen spät, aber allen denen ich das noch nicht gesagt habe: alles Gute zum Neuen Jahr! Viel Liebe, Glück, Gesundheit und einfach alles um glücklich zu sein!
Die Nacht verging unheimlich schnell! Wir tanzten die ganze Nacht und redeten und hatten einfach unheimlich Spass. Wir waren bis morgens um 9 Uhr auf der Plaza Ich schlief keine MinuteJ
Mittags kamen dann die Eltern meiner Cousinen um uns abzuholen. Nach gemeinsamen Mittagsessen ging es dann wieder zurück nach La Paz.
Ja die nächsten Wochen verbrachte ich die ganze Zeit mit meinen Cousinen. Die beiden zeigten mir La Paz, wir besuchten Museen, gingen zum ’’Valle de la Luna’’ und wir guckten jeden Abend einen Film. Es war einfach eine wunderschöne Zeit! Ich hatte unheimlich viel Spass und war einfach sehr glücklich!!
Ach ja: unterdessen ging meine Kamera kaputt. Sie viel mir zwei Mal runter und das dritte Mal wurde der Bildschirm zerstört, also musste ich mir eine Neue kaufen. Auch nicht sooo schlimm, aber doch ärgerlich. Ich habe mir nun eine neue Kamera gekauft. Die genau gleiche, aber in BlauJ Noch was: Also hier bekommt man einfach alles viel billiger. Wenn irgendjemand irgendetwas will, dann meldet euch bei mir und ich werde sehen ob ich etwas finden kannJ
Was mir hier einfach immer wieder auffällt ist wie herzlich die Leute sind. Der Onkel kannte mich erst eine Woche, aber stellte mich schon als seine Tochter vor und die Zwillinge sagten mir, dass sie sich schon immer eine jüngere Schwester gewünscht haben und endlich haben sie eine. Das ist einfach wunderschön, dass ich das alles erleben kann. Es ist unglaublich…
Der Abschied viel mir deshalb auch umso schwerer als ich letzten Samstag wieder nach Santa Cruz zurückkehrte. Weil ich weiss nicht, wann ich diese Leute das nächste Mal wieder sehen werde… Aber sicher ist, dass ich sie nie vergessen werde…
Es war aber auch schön wieder zuhause zu sein. Meine Familie, die bekannte Umgebung… Zuhause… Ich starb zwar fast, weil es so warm war und ich nun zwei Wochen in der Kälte geschlottert habe, aber ja es war auch schön wieder in kurzen Hosen rum zu laufenJ
Montagmorgens stand ich dann aber trotzdem schon wieder früh auf, weil eine der Schweizerinnen die schon ein halbes Jahr länger hier war nach Hause flug. Also trafen wir uns auf dem Flughafen. Mittlerweile mag ich Flughäfen nicht mehr! Es war nun das dritte Mal, dass ich mich von Personen die ich lieb gewonnen habe verabschieden musste…
Und ich dachte einfach: Wow! Jetzt geht es nur noch fünf Monate und dann werde ich diejenige sein die hier heulend auf dem Flughafen steht… Schon unglaublich…
Ja und in zwei Wochen sind meine Ferien schon vorbei und die Schule fängt wieder an. Leider steht der Schulwechsel immer noch zur Diskussion und ich bin nicht sicher, ob ich auf meiner Schule bleiben kann…
Aber zuerst steht nun schon bald der Carnaval vor der Türe und das wir ganz sicher ein unvergessliches Erlebnis…
Eigentlich hätte ich noch viel mehr zu erzählen, aber mein Mail ist schon soooo lange. Ich melde mich bald wieder, denn ich habe noch einige interessante Sachen über die bolivianische Kultur erfahren…
Also dann schicke ich euch ganz viele liebe, sonnige Grüsse aus Santa Cruz machts gut und passt auf euch auf!!
Euere Norina
P.S. Vergesst meine Webseiten nicht:
http://norina-mueller.medion-fotoalbum.de

 


 

17.1.08 17:19


!!!Schon mehr als die Hälfte!!!

So… Nun habe ich wieder unheimlich viel erlebt und viel zu erzählen:
Am 1. Dezember ging ich mit einer anderen Austauschschülerin namens Valerie an das Daddy Yankee Konzert. Warscheindlich kennt ihr den Sänger nicht, aber hier in Bolivien ist er sehr berühmt. Ich muss ganz ehrlich zugegeben, dass ich vorher auch noch nie von ihm gehört hatte, aber ganz Santa Cruz sprach schon vor langer Zeit von diesem Konzert, also musste ich fast gehenJ
Als Valerie und ich um 18 Uhr bei der Konzerthalle ankamen war alles schon überfüllt. Schlangen bis auf die Strasse. Also blieb uns nicht anderes übrig als uns anzustellen. Schlussendlich hat sich die Warterei aber gelohnt und wir hatten richtig Spass!
Ja da ich Ferien hatte und momentan nicht reisen konnte wurde mir schnell langweiligJ Ich und die andere Schweizerin Lea schneideten und färbten meine Haare und liessen uns pircen. Ich habe mir ein Nasenpircing gemacht und sie ein BauchpircingJ Überhaupt machen sich sehr viele Austauschschüler Pircings. Die Leute im Pircingladen kennen uns schon langsam, weil wir immer wieder vorbei kommenJ
Ja und dann wurde es schon Weihnachten….
Überall in der Stadt Lichterketten. Wunderschön! Auch unser Haus hatten ich und meine Familie sehr schön geschmückt und das ganze Haus glitzerte.
Ich hatte grosse Angst vor den Weihnachten, weil ich dachte, dass ich meine grosse Krise bekommen werde, aber ich hatte Glück. Alles lief gut.
Am späten Nachmittag fragte mich meine Mutter ob ich nicht mit ihr mitgehen will. Sie hatte mit ihrer Schwester und ihrer Mutter geplant, dass sie zusammen kochen und dann das Essen den armen Leuten bringen. Ich fand das eine sehr gute Idee und wollte gerne helfen. Also machten wir uns abends mit dem Kofferraum voller Essen und Trinken auf den Weg. Bei der ersten Kreuzung hielten wir an und stiegen aus. Machten den Kofferraum auf und von allen Seiten stürmten Kinder und Erwachsene her! Das war unglaublich! Die haben uns das Essen fast aus den Händen gerissen! Meine Mutter rief mir zu, dass ich ins Auto rein soll und wir fuhren davon. Also ich hatte einen rechten Schrecken bekommen. Ich sagte meiner Mutter, dass wir besser an Orten halten wo es nicht so viele Leute hätte. Das machten wir dann auch. Und das war viel besser. Wir hielten unser Auto am Strassenrand und ein Kind nach dem anderen kam vorbei.
Aber das ganze hat mich sehr berührt. Weil unter den Kindern waren solche die erst drei oder 4 Jahre alt sind. Und mir wurde wieder mal bewusst, dass ich so froh sein kann, dass ich ein Haus habe zu dem ich jeden Abend zurückkommen kann. Dass ich immer etwas zu Essen habe. Für uns ist das alles selbstverständlich, aber es gibt so viele Leute hier die einfach nichts haben! Jugendliche die bis spät abends auf der Strasse stehen und jonglieren. Kinder die Bierflaschen sammeln und durch das Depot ein bisschen Geld gewinnen. Erwachsene die auf der Strasse sitzen und betteln… Die Armut ist unheimlich gross!
                                                                                                                                      
Später als es war dann mittlerweile schon 23 Uhr machten wir uns auf dem Weg zu meinem Onkel väterlicher Seite um bei ihm und seiner Familie Weihnachten zu feiern. Zuerst sassen wir alle zusammen und unterhielten uns. Wartend bis es endlich 12 Uhr wurdeJ
Um 12 Uhr wurde angestossen und alle umarmten sich und wünschten sich alles Gute zu Weihnachten. Das war ein sehr schöner Moment, weil ich mich einfach wohl fühlte. Mein Bruder nahm mich in seine Arme und sagte mir: ’’Yo te quiero Nina!!’’. Und das hat mir einfach so viel bedeutet. Meine Mutter umarmte mich und sagte mir, dass sie sehr froh wie nun endlich eine Tochter zu haben. Und sie dankte mir, dass ich ihr zeige Sachen von anderen Seiten anzuschauen. Das waren einfach sehr berührende Momente…
Danach wurde gegessen. Mittlerweile war es schon 1 Uhr und man hatte eigentlich kein Hunger mehr, also ich zumindestJ
Nachts um 4 Uhr waren wir dann wieder glücklich und wohlbehalten zuhause.
Einige Tage später schlug mir meine Mutter vor ob ich nicht Silvester in La Paz bei meinen Cousinen verbringen will. Ich war natürlich ganz begeistert und rief sofort Mama und Papa in der Schweiz an. Die mussten dann so schnell wie möglich ein Mail an AFS schreiben, dass ich reisen konnte.
Ja innerhalb eines Tages hatte ich dann mein ’’Permiso’’ und freitagsabens war ich schon auf dem Weg nach La Paz. Ganz aufgeregt, denn es war meine erste lange Reise die ich alleine unternahm. Ich schlief aber schnell ein, denn ich war unheimlich müde von all den Festtagen. Um 22 Uhr wurde ich aber von zwei Knällen aufgeweckt. Ich total verschlafen und habe überhaupt nicht gescheckt was gerade passiert. Ich drehte mich um und dann fehlte das Fenster an meiner linken Seite! Ich konnte es nicht fassen! Und prompt fing es auch noch an zu regnen. Also waren wir (ich und meine Nachbarin) ohne Fenster. Und weiter vorne im Bus fehlte nochmals ein Fenster!!!! Wir fuhren einfach weiter und niemand informierte uns was passieren wird. Nach einer Stunde hielten wir dann an und einige Männer klebten Plastikbänder an die beiden Fenster. Na super! Nun war es noch kälter, aber was wollten wir machen? Schliesslich war es schon spät in der Nacht. Blieb uns nichts anderes übrig als zu schlafen.
Ach ja was ich noch sagen wollte: in den zwei Wochen in denen ich in La Paz war wohnte ich bei der Schwester meines Vater, ihrem Mann und ihren beiden Töchtern Daniella und Ximena. Beide 20 Jahre alt (sie sind Zwillinge)
Früh nachmittags kam ich dann in La Paz an und war froh, dass doch noch alles gut verlaufen ist.
Bei meinen Cousinen angekommen überraschten sie mich mit der Idee über Silvester nach Coroico zu fahren. Das ist ein kleines Dörfchen drei Stunden Busfahrt von La Paz entfernt. Obwohl es eine sehr kurze Entfernung zu La Paz ist liegt Coroico in einem tropischen Klima. Immer so zwischen 20 bis 30 Grad, obwohl es dann abends ziemlich abkühlt. Coroico befindet sich 1750 M.ü.M und hat ca. 3500 Einwohner.
Ich fand das eine tolle Idee und somit sass ich fünf Stunden später schon wieder im Bus.
In Coroico angekommen mussten wir zuerst mal unser Hotel suchen und dann erkundigten wir das Dörfchen. Es wimmelte von Touristen und überall hörte man Deutsch, Englisch und SpanischJ
Das Dorf lebt von Tourismus. Rund um die Plaza hat es überall Läden mir Souvenirs. Eingeborene sieht man fast nicht.
Ich müde von dem vielen reisen wollte dann bald wieder ins Hotel um dann am nächsten Tag fit zu sein.
Wir besuchten die Cascadas (Wasserfälle) die ganz in der Nähe sind. Das war wunderschön. Es hat dort drei Wasserfälle, obwohl der letzte der wirklich sehenswürdige istJ Der ist riesig und um da hin zu kommen muss man noch ein bisschen durch den Wald laufen. Wirklich sehenswert!! Wir machten auf jeden Fall 1000 Fotos.
Abends verbrachten wir auf der Plaza. Denn alles spielte sich auf der Plaza ab. Es hatte Musik, es wurde getanzt und getrunken.
Ja und dann war schon Montag und somit der letzte Tag im 2007. Der Freund meiner einen Cousine namens Xime kam an und somit verbrachten wir den Tag mit ihm und seinen Freunden. Abends kehrten wir dann aber nochmals ins Hotel zurück um uns schick zu machen.
Und wieder ging es ab auf die Plaza. Alle waren dort. Und alle kannten alle. Ja nicht ganz, aber immer sagte wieder jemand halloJ Und dann schlug es schon 12 und wir waren im 2008!!
Ach ja: ich bin ein bisschen spät, aber allen denen ich das noch nicht gesagt habe: alles Gute zum Neuen Jahr! Viel Liebe, Glück, Gesundheit und einfach alles um glücklich zu sein!
Die Nacht verging unheimlich schnell! Wir tanzten die ganze Nacht und redeten und hatten einfach unheimlich Spass. Wir waren bis morgens um 9 Uhr auf der Plaza Ich schlief keine MinuteJ
Mittags kamen dann die Eltern meiner Cousinen um uns abzuholen. Nach gemeinsamen Mittagsessen ging es dann wieder zurück nach La Paz.
Ja die nächsten Wochen verbrachte ich die ganze Zeit mit meinen Cousinen. Die beiden zeigten mir La Paz, wir besuchten Museen, gingen zum ’’Valle de la Luna’’ und wir guckten jeden Abend einen Film. Es war einfach eine wunderschöne Zeit! Ich hatte unheimlich viel Spass und war einfach sehr glücklich!!
Ach ja: unterdessen ging meine Kamera kaputt. Sie viel mir zwei Mal runter und das dritte Mal wurde der Bildschirm zerstört, also musste ich mir eine Neue kaufen. Auch nicht sooo schlimm, aber doch ärgerlich. Ich habe mir nun eine neue Kamera gekauft. Die genau gleiche, aber in BlauJ Noch was: Also hier bekommt man einfach alles viel billiger. Wenn irgendjemand irgendetwas will, dann meldet euch bei mir und ich werde sehen ob ich etwas finden kannJ
Was mir hier einfach immer wieder auffällt ist wie herzlich die Leute sind. Der Onkel kannte mich erst eine Woche, aber stellte mich schon als seine Tochter vor und die Zwillinge sagten mir, dass sie sich schon immer eine jüngere Schwester gewünscht haben und endlich haben sie eine. Das ist einfach wunderschön, dass ich das alles erleben kann. Es ist unglaublich…
Der Abschied viel mir deshalb auch umso schwerer als ich letzten Samstag wieder nach Santa Cruz zurückkehrte. Weil ich weiss nicht, wann ich diese Leute das nächste Mal wieder sehen werde… Aber sicher ist, dass ich sie nie vergessen werde…
Es war aber auch schön wieder zuhause zu sein. Meine Familie, die bekannte Umgebung… Zuhause… Ich starb zwar fast, weil es so warm war und ich nun zwei Wochen in der Kälte geschlottert habe, aber ja es war auch schön wieder in kurzen Hosen rum zu laufenJ
Montagmorgens stand ich dann aber trotzdem schon wieder früh auf, weil eine der Schweizerinnen die schon ein halbes Jahr länger hier war nach Hause flug. Also trafen wir uns auf dem Flughafen. Mittlerweile mag ich Flughäfen nicht mehr! Es war nun das dritte Mal, dass ich mich von Personen die ich lieb gewonnen habe verabschieden musste…
Und ich dachte einfach: Wow! Jetzt geht es nur noch fünf Monate und dann werde ich diejenige sein die hier heulend auf dem Flughafen steht… Schon unglaublich…
Ja und in zwei Wochen sind meine Ferien schon vorbei und die Schule fängt wieder an. Leider steht der Schulwechsel immer noch zur Diskussion und ich bin nicht sicher, ob ich auf meiner Schule bleiben kann…
Aber zuerst steht nun schon bald der Carnaval vor der Türe und das wir ganz sicher ein unvergessliches Erlebnis…
Eigentlich hätte ich noch viel mehr zu erzählen, aber mein Mail ist schon soooo lange. Ich melde mich bald wieder, denn ich habe noch einige interessante Sachen über die bolivianische Kultur erfahren…
Also dann schicke ich euch ganz viele liebe, sonnige Grüsse aus Santa Cruz machts gut und passt auf euch auf!!
Euere Norina
P.S. Vergesst meine Webseiten nicht:
http://norina-mueller.medion-fotoalbum.de

 


 

17.1.08 17:19


Reise nach La Paz und bald ist Weihnachten!

Nun haben die Ferien angefangen. Leider sind die Ferien hier unheimlich lange (bis Anfangs Februar).Ich konnte aber schon wieder reisen: nach La Paz.  Geplant war, dass ich eine Woche bleiben werde (20- 27 November). Das heisst, dass wir zwei Tage die AFS- Reise gehabt hätten (zur ’’Isla del Sol’’, also die Tage Donnerstag und Freitag) und dass ich danach noch einige Tage in La Paz gehabt hätte um einige Museen und die Umgebung anzuschauen. Leider mussten wir alle Sonntags zurück reisen, weil die politische Situation in Bolivien sehr gefährlich ist im Moment.
Also nun mal von Anfang an:
Dienstagabend fuhren die meisten des Comité Santa Cruz mit dem Bus nach La Paz. Das war eine 18 stündiger Fahrt. Der grösste Teil der Fahrt konnten wir aber zum Glück schlafen. Mittwochmorgens kamen wir auf den ’’El Alto’’. Die Gegend vor La Paz. Da tranken wir dann erst mal einen Matetee um die Höhe besser zu vertragen (ca. 4100 M.ü.M).
Mittags kamen wir dann endlich in La Paz an. Alle ganz benommen von der Reise und von der unglaublich riesigen Stadt machten wir zuerst mal eine Pause. Meine Cousinen sollten mich eigentlich abholen, aber es gab wieder Demonstrationen und das Ganze Zentrum war blockiert und so fuhren weder Busse noch Taxis.
Den Mittwochnachmittag verbrachte ich dann in der Wohnung der Tante und den Cousinen, denn alle mussten arbeiten.
Morgens um 7 Uhr mussten sich alle im AFS- Büro treffen um von da aus mit dem Bus nach Copacabana fahren. Fast alle Austauschschüler von ganz Bolivien waren gekommen und deswegen waren wir ca. 60 Personen.
Nach drei stündiger Fahrt kamen wir dann endlich in Copacabana an und verliessen das Festland. Nun verbrachten wir viel Zeit auf dem Titicacasee der höchstgelegene schiffbare See der Erde (8030km2).Nach zwei Stunden erblickten wir dann endlich die ’’Isla del Sol’’. Obwohl wir alle schon müde von der langen Reise waren gingen wir zuerst noch zu den ’’Ruinen des Palacio Pilcocayna’’ auf der anderen Seite der Insel. Als wir bei den Ruinen ankamen warteten da schon einige Frauen und Kinder mit ihren selbst gestrickten Schälen, Kappen und Decken. Anfangs kamen wir gar nicht richtig dazu uns umzusehen, denn diese Frauen und Kinder waren sehr aufdringlich… Ich bekam dann von einem kleinen Mädchen eine Privatführung und sie zeigte mir auch noch einen Ort mit Süsswasser. Das Wasser soll scheinbar bei Kopf- und Fussschmerzen helfen. Nach einer stündigen Fahrt waren wir dann im Südosten der Insel bei der Ortschaft ’’Yumani’’ wo wir dann auch übernachteten. Zuerst mussten wir dann aber noch die Inkatreppe hochlaufen. Aber die Anstrengungen hatten sich gelohnt! Der Ausblick da oben war einfach wunderschön! Der See war tiefblau! Wunderschön.
Nach einer kalten Nacht machten wir uns morgens auf zu der ’’Isla de la Luna’’ um wieder einige Ruinen des ’’Tempels der Sonnenjungfrauen’’ anzuschauen. Nach einer kurzen Information zu den Resten der Gebäude wurde dann erst mal ein Fotoshooting gemacht.
Danach bekamen wir etwas zu essen. Also das heisst: unsere Führer breiteten eine Decke auf dem Boden aus und verteilten Mais und Kartoffeln mit Coca Cola.
Einige der Austauschüler konnten es nicht lassen und gingen nach dem Essen noch baden! Also nur das ihr eines wisst: der See liegt so auf 3800 Metern und das Wasser hatte so ne Temparatur von etwa 10 Grad!
Leider ging es danach schon wieder zurück nach La Paz. Aber es war eine wunderschöne Reise und es ist einfach unglaublich dieser Titicacasee! Bis zum Schluss nannten wir den See nur noch das Bolivianische Meer.
Freitagabends waren wir dann wieder in La Paz und genossen eine warme DuscheJ Später ging ich mit meiner Cousine Xime an einen Volleyballmatch.
Samstags schlief ich dann erstmal wieder aus. Nachmittags gingen wir einige Sachen für die Schweiz einkaufenJ Und später besuchten wir noch ein Instrumentenmuseum. War sehr interessant und ich konnte mich eigentlich selber gar nicht verstehen, dass ich freiwillig in ein Museum gingJ
Sonntagmorgens rief mich dann Lea (die andere Schweizerin aus Ilanz) an. Sie sagte mir, dass es Teile von Sucre in Brand stehen sollen und dass es drei Tote gegeben haben solle! Und dass die Austauschschüler die in Sucre wohnten nicht mehr nach Hause dürften! Ich fiel also fast von meinem Bett und rief sofort meinen Gastvater an um zu fragen was das Beste sei, ob ich nach Hause kommen soll oder ob ich in La Paz bleiben kann. Er war dann der Meinung, dass es zu gefährlich und dass ich sofort nach Hause kommen soll. Also sass ich dann Sonntagnachmittags schon im Bus nach Santa Cruz. Am 26.11.07 war ich dann leider schon wieder zurück und hatte nicht wirklich viel von La Paz gesehen. Doch meine Sicherheit war mir einfach wichtiger und vielleicht kann ich nochmals zurück um meine Museumtour fertig zu machenJ
Als ich dann in Santa Cruz ankam las ich zuerst mal Zeitung und schaute im Fernseher was in diesem Land vor sich ging. Die Bilder die ich im Fernseher sah waren einschüchternd… Häuser die in Brand standen. Militär die in der Gegend umher schossen. Verletzte… Nun gibt es im ganzen Land immer wieder Demonstrationen und Streike.
Das einzige was ich jetzt machen kann ist warten und hoffen, dass es zu keinem Bürgerkrieg kommt. Denn wenn das passiert sitzen wir schnell im Flugzeug zurück in die Schweiz…
Erklärungen zur politischen Situation in Bolivien:
Seid nun fast zwei Jahren hat Bolivien den neuen Präsidenten Evo Morales. Er stellt sich ganz auf die Seite der ’’Ureinwohner’’ Boliviens. Er ist der Meinung, dass alle Menschen gleichviel haben sollten und das verärgert die reichen Leute Boliviens, denn diese müssen jetzt Geld für die armen Leute zahlen.
Zudem ist der Streit wegen dem Regierungssitz Boliviens der jetzt in La Paz ist. Einige Leute sind aber der Meinung, dass der Regierungssitz in die Hauptstadt Boliviens also in Sucre sein sollte. Das Land ist nun in zwei Parteien aufgeteilt, denn SC- Sucre- Pando- Beni und noch eine Departemientos wollen Autonomie und sind gegen den Praesidenten. Und dann die kaelteren Gebiete von Bolivien also La Paz- Potosi- Oruro (Collas) die fuer Evo Morales sind.
Im Moment sind in Santa Cruz 600 Leute in den Hungerstreik eingetreten und es gibt immer wieder Demonstrationen! Alle reden nun vom 15. Dezember, dass an diesem Datum irgend eine Entscheidung getroffen wird! Aber viele Leute haben nun Ansgt, dass es zu einem Buergerkrieg kommen koennte, denn der Praesident hat nun 6300 Polizisten nach SC geschickt!
Ach ja: also wir sind hier alle schon voll in den Weihnachtsvorbereitungen! Das ganze Haus ist geschmueckt und draussen haengen jenste Lichterketten. Den Weihnachtsbaum haben wir auch schon aufgestellt. Aber bei 30 Grad kommt bei mir irgendwie einfach noch keine Weihnachtsstimmung auf und darum habe ich vor einigen Tagen Guetzli gebackenJ
Ja das war wieder mal das Neuste...
Ich schicke euch gaaanz viel Sonne und ich hoffe ihr geniesst euere Vorweihnachtszeit…
Liebe Grüsse aus Santa Cruz
Norina

13.12.07 19:18


Vier Monate und einen Tag

Wieder einmal muss ich mit den Spruch anfangen wie schnell doch die Zeit vergeht! Heute sind es genau vier Monate seid ich auf dem Zürcher Flughafen stand. Und nun bleiben mir nur noch sieben Monate und von denen werden drei Monate Sommerferien sein und dann nochmals vier Monate Schule… Und dann anfangs Juni werde ich schon wieder in der Schweiz sein!!!!

Ja in der letzten Zeit ist wieder unheimlich viel passiert:

1. Ich hatte meine erste Krise mit meiner Familie. Ich weiss immer noch nicht was genau falsch gelaufen ist, aber für circa zwei Wochen war einfach eine miese Stimmung in der Familie. Aber jetzt ist alles wieder ok!

2. Am 20. Oktober wurde ich an einen 15 Geburtstag eingeladen. Der 15 Geburtstag ist hier sehr wichtig und wird bei den Mädchen meistens gross gefeiert. Das ist teilweise so im Stil SWEET 16! Ich durfte an den Geburtstag von Paola. Das Fest wurde in einem fünf Sterne Hotel gefeiert. Alle kamen in formaler Kleidung. Das heisst die Jungs alle mit Anzug und fast alle Mädchen mit Röcken. Das Geburtstagskind hatte am Anfang ein eher schlichtes Kleid an um ihre Gäste zu empfangen.

Die Ganze Party wurde von einem Mann kommentiert und das Ganze wurde gefilmt und dann später im Fernsehen gezeigt.

Nach einer Stunde herum sitzen und sehen und gesehen werden kam dann Paola mit ihrem Kleid. Und das Kleid war immens! Ein Hochzeitskleid! Sie setzte sich dann auf einen Stuhl in der Mitte des Saales und ihr kleiner Cousin brachte ihr dann ’’ Neue Schuhe’’. Also das heisst Schuhe mit Absatz. Und ihr Vater musste ihr dann die Schuhe wechseln und somit tritt sie in die Erwachsenenwelt ein! Danach musste sie noch mit fast allen tanzen. Und immer wurde gefilmt und Fotos gemacht. Aber es war eine tolle Erfahrung für mich, mal so etwas zu erleben!

3. Am 23.10.07 hatte eine Austauschschülerin aus Deutschland (Valerie) Geburtstag. Sie wurde 18! Eigentlich wollten wir voll die grosse Party machen, aber da wir am nächsten Tag Schule hatten beschränkten wir uns auf Kuchen essenJ

4. Meine erste AFS- Reise!!!! Die führte uns in den Dschungel von Trinidad. Nach der Reise von Santa Cruz nach Trinidad (10 Stunden) konnten wir erstmal nicht weiter reisen, weil die Trinidaner streikten. Somit waren wir zu 50 Personen in einem kleinen Haus und mussten uns den ganzen Tag irgendwie um die Ohren schlagen. Irgendwann wurde es mir und zwei anderen Mädchen dann zu blöde und wir fuhren in die Stadt in ein Hotel um uns in Ruhe zu duschen und damit wir in einem Bett schlafen konnte. Am Donnerstag Morgen um 6.00 Uhr ging es dann weiter. Mit dem Schiff (aber stellt euch jetzt nicht so ein schönes Luxusschiff vor!!) fuhren wir dann sechs Stunden den Fluss Mamoré rauf!!!! Es war eine sehr spezielle Erfahrung, denn dieses Schiff waren eigentlich einfach nur ein paar Balken zusammen genagelt. Und wir hatten fast keinen Schatten auf dem Schiff. Nach diesen Stunden hielt das Boot dann irgendwo in der Pampe an. Wir mussten dann unsere Sachen einen Hügel rauftragen. Von unserem erhofften Hotel war keine Spur. Ein Strohdach hatte es! Nichts mehr! Wir mussten dann in Hängematten und Zelten schlafen. Von Mücken geplagt schliefen wir dann früh morgens ein. Samstags ging es dann auf eine Dschungeltour. Aber zuerst waren weitere zwei Stunden auf dem Boot zu verbringen. Diese Wanderung war eigentlich noch ganz schön. Der Weg im Dschungel war meistens einfach nur Matsch. Und als wir dann nach zwei Stunden mal eine Pause machten hatten wir nachher kein Wasser mehr! Wir ernährten uns dann von Grapefruits die an den Bäumen hingen. Nach dieser Pause ging es weiter an eine Lagune. Leider konnten wir da nicht baden, da es Anacondas, Piranias, Krokodile und ich weiss nicht was es sonst noch alles gab.

Abends um fünf kamen wir dann endlich wieder an unserem Schlafplatz an. Kurz vor unserem Anlegeplatz hatten wir gerade noch ein Krokodil gesehnen. Aber wir waren alle einfach so verschwitzt, dass wir 20 Meter neben dem Krokodil ins Wasser sprangen. Und der Führer fand auch, dass keine Gefahr bestehe. Also alle haben ihre Hände und Füsse nochJ Sonntags machten wir uns dann wieder auf den Weg nach Trinidad und dann zurück nach Santa Cruz. Auf dem Weg nach Trinidad sahen wir Flussdelfine! Also lebendige und tote… Die Flussdelfine dort sind rosa.

Im Nachhinein war es gar nicht so schlimm, aber als wir da in diesem Dschungel sassen, ohne Duschen, ohne Toiletten, mit massenhaft Mücken und fast ohne Schlaf  war es nicht soooo lustig… Aber ich bin sicher, dass ich so was in der Schweiz nie erlebt hätte!

5. Eine weitere Reise: nach Cochabamba mit meiner Familie. Es war leider nur ein Kurztrip von drei Tagen. Aber es war cool! Freitags um fünf Uhr morgens ging es los. Die Fahrt sollte sechs Stunden dauern. Aber nach zwei Stunden Fahrt oder so merkten wir, dass unsere Klimaanlage nicht mehr funktionierte! Super! Dann mussten wir zuerst mal einen Mechaniker aufsuchen. Und der hatte leider keine Ahnung… Also fuhren wir eben mit offenen Fenstern nach Cochabamba. Das dumme war nur, dass es draussen sau kalt war und es regnete. Wir alle mit Regenjacken im AutoJ

Mittags kamen wir dann an. Wir verbrachten unsere Ferien mit der Schwester meines Gastvaters und ihren beiden Töchtern. Zuerst mal besichteten wir unser Hotelzimmer und nachher gingen wir was essen. Abends wussten wir schon nicht was machen, also gingen wir ins Kino. Es ist einfach das genau Gleiche wie in Santa Cruz, einfach kleiner…

Samstags verbrachten wir mit shoppen und essen. Abends fuhren wir dann noch auf den Hügel wo der ’’Christo’’ steht. Das ist ein steinerner Jesus der mit seinen ausgebreiteten Armen über Cochabamba wacht. Wir machten einige schöne Fotos und kletterten noch die Treppe innerhalb des Christos hoch.

Sonntags mussten wir uns dann früh schon wieder auf den weg machen, denn meine Gastmutter wollte zeitlich wieder in Santa Cruz sein. Um 10.00 Uhr morgens fuhren wir los. Es hatte unheimlich viel Verkehr und wir kamen fast nicht vom Fleck. Zudem kam noch dazu, dass nach dreistündiger Fahrt der Motor anfing zu rauchen. Wir mussten dann einfach wieder warten bis sich das Ganze abgekühlt hatte bis wir weiterreisen konnten. Schlussendlich waren wir abends um 20.00 Uhr in Santa Cruz.

Wie schon meine erste Reise mir meiner Familie konnte ich auch diese Reise nicht wirklich geniessen. Diesmal war ich sehr erkältet (noch von der Trinidadreise) und einfach ohne Kraft. Meine Ohren waren wegen der Höhe (Cochabamba liegt auf 2500 Metern) fast geschlossen. Ich ging dann davon aus, dass das dann wieder besser werden wird in Santa Cruz. War leider nicht so. Ich bekam noch Ohrenschmerzen dazu. Also musste ich wieder mal zum Doktor. Der verschrieb mir heute Antibiotika und sonst noch zwei Medikamente. Wir werden ja sehen ob es was nützen wirdJ

 

Ja und ab nächsten Freitag werde ich für drei Monate Ferien haben! Hat niemand Lust mich zu besuchen? Nein ScherzJ

Ich bin jetzt schon fleissig am Reisen planen, aber das Ganze gestaltet sich nicht so einfach wie ich mir das erhofft habe. Es gibt in ganz Bolivien jetzt immer wieder Streike. (Wegen der Verschiebung des Regierungssitzes Boliviens) Und wenn die streiken ist es einfach noch gefährlicher als normal! AFS La Paz organisiert in den nächsten zwei Wochen eine Reise zum Titicacasee. Mein Plan war eigentlich, dass ich vorher noch nach Sucre, Potosi und dann nach La Paz reisen würde, aber nun glaube ich nicht mehr, dass es klappt. Weil ich möchte eigentlich einfach nicht noch eine zusätzliche Gefahr eingehen…

 

Ja was könnte ich sonst noch so erzählen? Mir tun eigentlich schon meine Finger weh vom vielen schreibenJ Ach ich melde mich einfach bald wieder und berichte euch, wie es mir so in der grossen weiten Welt geht!

Passt auf euch auf und bis bald    Norina

 

Neue Bilder gibts jetzt auch wieder unter:

http://norina-mueller.medion-fotoalbum.de

7.11.07 20:04


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